Beschreibung | Ports / Protokoll | IPv4 und IPv6 Bereiche |
SIP: Signalisierung | 5060 / UDP + TCP | 212.117.203.0/24 212.117.204.0/24 2a03:380::5000/116 2a03:380::6000/116 |
RTP: Audio-
und Video-Stream | 10000-60000 / UDP | 212.117.203.0/24 212.117.204.0/24 2a03:380::5000/116 2a03:380::6000/116 |
SIPS: Signalisierung verschlüsselt | 5061 / TCP (TLS) | 212.117.204.0/24 2a03:380::6000/116 |
SRTP: Audio-
und Video-Stream verschlüsselt | 10000-60000 / UDP | 212.117.204.0/24 2a03:380::6000/116 |
Damit Sie telefonisch eingehend erreichbar sind, muss der Anruf vom Router zum SIP-Telefon weitergeleitet werden. Um dies zu erreichen, gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Variante NAT Keepalive
Ihr SIP-Endgerät sendet alle 20-30 Sekunden ein Paket an den unsere VoIP-Server. Dadurch bleibt der WAN-Port auf Ihrem Router bzw. auf Ihrer Firewall dynamisch offen, sodass der eingehende Anruf den Router bzw. die Firewall passieren kann und das SIP-Endgerät erreicht. Diese Variante wird von uns bevorzugt.
Um sogenannte Ghost-Calls zu verhindern, richten Sie Firewall-Regeln ein, welche unerwünschten Zugriff blockieren und die Signalisierung von unseren SIP-Servern zulassen (Source-IP-Restriktion).
b) Variante Portforwarding
Auf dem Router wird eine statische Port-Weiterleitung (Port Forwarding) auf die interne IP Ihres SIP-Endgerätes eingerichtet. Damit werden alle Pakete, die auf dem konfigurierten WAN-Port des Routers ankommen, an das SIP-Endgerät weitergeleitet – auch SIP-Anfragen von anderen IPs als denen der unserer VoIP-Server. Daher sollte diese Variante nur in Kombination mit einer Source-IP-Restriktion auf der Firewall verwendet werden.
Der RTP-Portrange kann auf Ihrem SIP-Endgerät konfiguriert werden. Die Einstellung heisst in der Regel „Audio-Portrange“ oder „RTP-Portrange“. Falls Sie nicht den Standard-Portrange verwenden möchten, kann dieser auf Ihrem SIP-Endgerät angepasst werden. Beachten Sie dabei folgendes:
Es gibt viele Router/Firewalls, auf denen SIP-ALG nicht SIP-konform arbeitet. Wenn Sie Probleme mit der Sprachübertragung haben (z. B. wenn nichts zu hören ist), kann dies unter Umständen von SIP-ALG negativ beeinflusst sein. Um die Sprachqualität optimal zu halten, wird beim Anrufaufbau als Zieladresse für die Sprachdaten direkt die IP-Adresse des Gateways respektive des angerufenen VoIP-Anschlusses angegeben. Manche SIP-ALGs ersetzen diese IP-Adresse einfach durch die SIP-Server-Adresse, wodurch die Sprachdaten an die falsche IP-Adresse geschickt werden und nicht ankommen. Bei solchen Problemen muss SIP-ALG auf dem Router deaktiviert werden. Diese Einstellung kann je nach Hersteller als SIP processing, SIP-ALG, SIP Application Layer Gateway oder SIP Helper benannt sein.