Wissensdatenbank: VoIP > Störungen und Probleme
Router (NAT, Portweiterleitung, Firewall)
Gepostet von Support it factory ag, Letzte Änderung durch Daniel Jörg an 14 July 2015 01:39 PM

Sind SIP Clients hinter NAT-Router/Firewalls im Einsatz kann es zu folgenden Problemen kommen:

  • eingehende Anrufe sind nicht möglich (kein Klingel, Nummer nicht erreichbar, Dauerbesetzt...)
  • eingehende Anrufe sind nur temporär möglich
  • mit einigen VoIP Provider können sie telefonieren, mit anderen nicht
  • falsche Anmeldung des VoIP Gerätes bei guest-voip.ch
  • einseitige Kommunikation (ihr Gegenüber hört Sie, Sie jedoch hören nichts)
  • Probleme bei mehr als einem VoIP Telefon
  • sie hören kein Klingelzeichen
  • das Telefongespräch bricht nach ca. 7 Sek. oder 7 Minuten ab
  • abgehakte oder verzerrte Sprache (mangelnde Bandbreite ohne QoS und Bandbreitenmanagement)

Diese Probleme sind an die VoIP-, NAT- und Firewall-Fähigkeit Ihres Routers und an den Registrierzeitraum Ihres SIP Clients gebunden. Beim Kauf eines Routers sollten sie grossen Wert auf die VoIP/SIP Unterstützung und das Bandbreitenmanagement eines Routers in Bezug auf das SIP und das RTP / T.38 Protokoll legen.

Bei "älteren", aber guten Modellen sollte ein Firmwareupdate ausreichen. Sollte es danach immer noch nicht funktionieren, sollten sie folgende Punkte versuchen:

Ändern des Registrierzeitraums des SIP Clients

  • Im Normallfall registriert sich ein SIP Client alle x Minuten bei unseren Servern (abhängig vom SIP Client; z.B. alle 5 Minuten). Dadurch wird eine Session auf dem Router eröffnet. Diese Session ist meist nur eine kurze Zeit offen (z.B. 2 Minuten) und wird danach geschlossen. Eingehende Gespräche sind danach nicht mehr möglich weil diese vom Router blockiert werden.
  • Reduzieren Sie wenn möglich den Registrierzeitraum des SIP Clients auf z.B. 60 Sekunden.


Portforwarding

  • Vergeben Sie feste IP Adressen (bei Modellen, welche ihre Clients bei automatischer IP Adressvergabe über DHCP nicht über die MAC Adresse ansprechen können)
  • Richten Sie ein Portforwarding für Port 5060 UDP auf die IP / MAC Adresse Ihres VoIP Geräts ein. Dadurch beheben Sie meistens die Klingel-Problematik (es läutet schon mal bei Ihnen).


Firewall

  • Öffnen Sie alle Ports >1024 UDP für ihr VoIP-Gerät bzw. die die RTP Ports, welche Ihr Gerät / Ihre Software verwendet oder
  • Plazieren Sie das VoIP Gerät in der DMZ Ihrer Firewall. Dadurch hören Sie das Rufzeichen oder die Sprache an Ihrem Telefon.


STUN Server

  • Im Normallfall wird kein STUN Server benötigt, guest-voip.ch verwendet einen eigenständigen Mechanismus.


UPnP

  • Sie können sich bei modernen hochwertigen Geräten viel Ärger sparen, wenn Sie UPnP auf dem Router aktivieren, sofern Router und VoIP Gerät UPnP unterstützen.


Sollten Sie bei älteren oder nicht VoIP-tauglichen Routern für Ihre Clients feste IP Adressen vergeben müssen, können Sie Ihr privates Netz z.B. wie folgt konfigurieren:

  • Endgeräte erhalten eine statische IP innerhalb des gleichen Subnetzes des Routers (aber ausserhalb des DHCP-Ranges)
  • Weiterleitung der Ports 5060 UDP auf diese statische IP des VoIP Endgeräts
  • VoIP Endgerät in der DMZ der Firewall plazieren (oder Ports >1024 UDP öffnen)


einfaches praktisches Beispiel:
- IP Netzwerk: 192.168.1.0
- gemeinsame Subnet Maske: 255.255.255.0
- IP des Routers für das interne Netz: 192.168.1.1
- DHCP-Range durch den Router: 192.168.1.2 - 192.168.1.30
- mögliche statischen IP Adressen des VoIP Geräts: 192.168.1.31 - 192.168.1.254
- Ports 1024-65535 UDP für die statische IP Adresse des VoIP Endgeräts freigeben


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